Szymon Chojnacki wurde 1984 in Poznan / Polen geboren.
Er schloss sein Studium an der Jerzy Kurczewski Nationale Chorschule in seiner Heimatstadt in den Fächern Gesang und Klavier mit Auszeichnung ab. Während dieser Zeit war er Solist des weltberühmten Knabenchors "Polnische Nachtigallen", mit dem er zahlreiche CD-und Rundfunkaufnahmen und Fernsehsendungen machte.
Im Juni 2008 schloss er sein Gesangsstudium bei Prof. Andrzej Ogórkiewicz an der Musik Akademie in Poznan/Polen mit Auszeichnung ab. Von Oktober 2007 an studierte er parallel an der Musikhochschule in Lübeck bei Prof. Günter Binge und beendete sein Studium 2010 mit Diplom-und Postgraduate Diplom.
Opernpartien, die er während seiner Ausbildung in Lübeck aufführte waren u.a. Don Alfonso in Mozarts "Così fan tutte" und Falstaff in Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor". Während des Studiums nahm er an vielen Aufführungen moderner und unbekannterer Werke wie beispielsweise die "Utrenja I" von Krzysztof Penderecki, "Missa Encarnación" von einem bolivianischen Anonymus oder "Stabat Mater" von Karol Szymanowski teil.
Szymon Chojnacki war Gast bei verschiedenen Musikfestivals, wie z. B. den Tiroler Festspielen in Erl/Österreich (unter der Leitung von Gustav Kuhn). Im August 2007 trat er als Hermann in Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" bei den Eutiner Festspielen und im Mai 2008 als Gast am Theater Kiel in "Songs, Drones and Refrains of Death" von George Crumb auf.
In der Spielzeit 2008/2009 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios des Theater Lübeck.
In der Spielzeit 2009/2010 war er Gast am Lübecker Theater, unter anderem in Rollen wie Tom in Verdis "Un ballo in maschera", Kruschina in Smetanas "Die verkaufte Braut", Schmidt in Giordanos „Andrea Chenier", Stefano in Adès „The Tempest" und der Sprecher in Mozarts „Die Zauberflöte".
Von Oktober 2010 bis Juli 2011 war Szymon Chojnacki Mitglied des Opernstudios der Staatsoper Stuttgart. Hier übernahm er Partien wie den Drum Maker in Doves „The Adventures of Pinocchio", Albert in Halévys „La Juive", den Marchese d'Obigniy in Verdis "La Traviata" und den zweiten Kommissar in Poulencs „Dialogues des carmélites".
Als Mitglied des Opernstudios der Staatsoper Stuttgart war er auch Student in der Klasse der gefeierten Mezzo-Sopranistin Dunja Vejzovic an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart.
Im Jahr 2010 wurde er zu einem Gala-Konzert mit dem weltbekannten deutschen Bariton Bernd Weikl eingeladen. Sein Konzertrepertoire umfasst verschiedene Messen und Oratorien wie zum Beispiel "Der Messias" von Händel, "Die Schöpfung" und die "Nelson-Messe" von Haydn oder die "Krönungsmesse" von W.A. Mozart und vor allem eine breite Auswahl an Liedern. Seit 2006 widmet sich Szymon Chojnacki in zahlreichen Recitals sowohl dem klassisch-romantischen Repertoire aber auch dem Werk zeitgenössischer Komponisten: Schuberts „Schwanengesang" und „Winterreise", „10 Sonette von Shakespeare" von Dmitry Kabalewski oder Henryk Czyz 's „Farewell", um nur einige zu nennen. Derzeit bildet er ein Lied-Duo mit der türkischen Pianistin Elif Sahin-Nesweda, welche 2010 1. Preisträgerin des Internationalen Hugo-Wolf-Wettbewerbs für Liedkunst in Stuttgart war.
In der Saison 2011/2012 ist er Mitglied des Ensembles am Luzerner Theater in der Schweiz.
Künftige Rolle in diesem Haus werden Theseus in "Sommernachtstraum", King Solomon in "The stolen smells" (Uraufführung unter der Leitung von Komponist Simon Wills und weitere Aufführungen unter der Leitung von Thomas Hengelbrock mit dem NDR Sinfonieorchester) und Zoroastro in "Orlando" sein.
Szymon Chojnacki erhielt den 1.Preis beim Internationalen Anneliese-Rothenberger-Wettbewerb auf der Mainau, den EVMA Preis für den besten Sänger beim 2. European Voice & Music Festival 2005 in Polen und den Sonderpreis der Kurczewski Stiftung. Beim 10. Maritim-Gesangswettbewerb 2009 wurde er mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Weiterhin wurde er von der Walter-und-Charlotte-Hamel-Stiftung mit einem Sonderpreis anlässlich des 2. Internationalen Opernwettbewerb in Hannover ausgezeichnet.
In Meisterkursen arbeitete er mit Jewgeni Nesterenko, Peter Stamm, Helena Lazarska, Lars Waage, Janusz Niziolek, Kurt Moll, Bernd Weikl und Timothy Bentch.